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Zöliakie

Informationen für Betroffene und Angehörige

Zöliakie

Der Name Zöliakie stammt aus dem Griechischen und bedeutet „an der Verdauung leidend“. Menschen, die an Zöliakie erkrankt sind, reagieren überempfindlich auf das in manchen Getreidesorten vorkommende Gluten. Diese Überempfindlichkeit führt zu einer chronischen Erkrankung der Dünndarmschleimhaut, die sich negativ auf die gesamte Verdauung auswirkt. Zöliakie bezeichnet das Krankheitsbild im Kindesalter; bei Erwachsenen wird die Erkrankung nichttropische bzw. einheimische Sprue genannt. Weitere geläufige Synonyme sind gluteninduzierte oder glutensensitive Enteropathie, Glutenunverträglichkeit oder Heubner-Herter-Krankheit.

Gluten: Klebstoff in vielen Getreidesorten

Gluten (lat. Leim) ist ein Klebereiweiß, das in einigen Getreidesorten vorkommt. Es besteht zu 90 % aus Proteinen, zu 8 % aus Lipiden und zu 2 % aus Kohlenhydraten.

Getreidesorten mit Gluten sind z. B.:

  • Roggen
  • Weizen
  • Gerste
  • Hafer
  • Dinkel bzw. Grünkern
  • Einkorn
  • Emmer
  • Kamut

Glutenfreie Getreide- bzw. Pseudogetreidesorten sind u. a.:

  • Quinoa
  • Amarant
  • Mais
  • Reis
  • Wildreis
  • Hirse
  • Buchweizen

Sonstige glutenfreie Lebensmittel, z. B.:

  • Soja und andere Hülsenfrüchte
  • Obst und Gemüse
  • Kartoffeln
  • Salate
  • naturbelassene Milch und Milcherzeugnisse (z. B. Butter, Jogurt, Käse, Buttermilch, Quark und Frischkäse)
  • Pflanzenöle
  • Fleisch, Fisch und Meeresfrüchte

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Zöliakie-News von Curado.de

  • Auslöser der Zöliakie entdeckt 25.07.2010
    Bei Zöliakie-Patienten verursachen hauptsächlich drei Fragmente in dem Klebereiweiß Gluten die Beschwerden. In einem mehrjährigen Projekt haben australische Forscher die Ursache der weit verbreiteten Getreide-Unverträglichkeit entschlüsselt. Diese Entdeckung dürfte neue Behandlungsoptionen eröffnen und eine Immuntherapie ermöglichen.