Zöliakie
Informationen für Betroffene und Angehörige
Zöliakie: Symptome und Diagnose
Bei Säuglingen mit Zöliakie zeigen sich in der Regel erste Symptome schon mit der Zufütterung von Breien, die Getreide enthalten. Es kommt z. B. zu chronischen Durchfällen mit Fettstühlen (Steatorrhoe), Blähungen, Erbrechen, Gewichtsstagnation oder -abnahme, Dystrophie, Eisenmangel, Vitaminmangel und Trommelbauch. Diese Symptomatik wirkt sich auch auf die Entwicklung des Kindes aus. Zöliakie kann zu Wachstumsstörungen, Verlust bereits gelernter Fähigkeiten (z. B. Laufen) sowie Wesensänderungen (Weinerlichkeit, Missmutigkeit) führen.
Nicht immer sich muss das gesamte Spektrum der Symptome zeigen. Gerade bei älteren Kindern äußert sich die Erkrankung zum Teil mit uncharakteristischen Krankheitszeichen. Ebenso können auch nur einzelne Anzeichen auftreten. Auch beim Erwachsenen kann es zur Ausbildung einer Zöliakie bzw. Sprue kommen. Meist sind die Betroffenen beim Ausbruch der Erkrankung zwischen 30 und 40 Jahre alt. Weil sich das typische Vollbild der Sprue nicht immer zeigt, wird die Diagnose bei Jugendlichen und Erwachsenen häufig erst spät gestellt.
Besteht der Verdacht auf Zöliakie, werden in der Regel zunächst Blut- oder auch Stuhluntersuchungen auf bestimmte Antikörper bzw. Autoantikörper durchgeführt. Zur Absicherung der Diagnose ist in der Regel eine Dünndarmspiegelung notwendig. Bei dieser Untersuchung wird ein Endoskop durch den Mund, über die Speiseröhre und den Magen in den Dünndarm eingeführt. Durch die am Endoskop angebrachte Kamera kann der Arzt dabei die Oberfläche der Schleimhaut begutachten und Gewebeproben entnehmen. Diese Bioptate werden im Anschluss feingeweblich untersucht. Bei Zöliakie bzw. einheimischer Sprue zeigen sich dabei die charakteristischen Gewebsveränderungen.
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