Zöliakie
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Zöliakie: Ursachen und Entstehung
Heute besteht weitestgehend Konsens darüber, dass es sich bei Zöliakie um eine Erkrankung handelt, für die eine genetische Disposition besteht. Menschen mit einer solchen genetischen Veranlagung haben ein höheres Risiko, eine Glutenunverträglichkeit auszubilden.
Bestimmte Eiweißbausteine (v. a. Prolin und Glutamin), die in Gluten vorkommen, lösen bei Zöliakie eine immunologische Reaktion aus. Das Immunsystem bildet vermehrt Antikörper, die zu schwerwiegenden Veränderungen der Dünndarmschleimhaut führen. Außerdem werden Autoantikörper gebildet, die sich nicht gegen körperfremde Stoffe, sondern gegen körpereigenes Gewebe richten und dieses zerstören. Aus diesem Grund wird die Zöliakie bzw. einheimische Sprue heute als eine Mischform aus Allergie und Autoimmunerkrankung aufgefasst.
Letztlich führen diese Entzündungsreaktionen zu einer Schädigung des Darmzottengewebes bis hin zur Zottenatrophie. Dadurch verkleinert sich die für eine optimale Verdauung notwendige Oberfläche der Darmschleimhaut. Da die Schleimhaut auch für die Verdauung notwendige Stoffe produziert, wirkt sich die Verkleinerung ihrer Oberfläche auch auf die enzymatisch bedingten Verdauungsprozesse aus. Dadurch wird die Resorption der meisten Nährstoffe sowie die Mineralstoff- und Vitaminaufnahme behindert.
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